Die ersten beiden IC2000-Fahrzeuge sind komplett modernisiert.

Die IC2000-Züge befördern täglich rund 180 000 Reisende und verbinden Schweizer Städte wie Genf, Basel, Bern, Brig, Zürich, St. Gallen, Luzern oder Chur. Seit letztem Sommer werden die ersten der 341 Wagen rundum erneuert und dafür bis auf den Kern ausgehöhlt. Heute präsentiert die SBB die ersten beiden modernisierten Prototypen im Werk Olten. Die ab den 1990er-Jahre beschafften Fahrzeuge bieten nach der Modernisierung noch mehr Fahrtkomfort und sind bereit für weitere 20 Betriebsjahre. Die SBB investiert über 300 Millionen Franken in diese Erneuerung.

Die Rundumerneuerung der IC2000-Flotte ist die grösste Fahrzeug-Modernisierung in der Geschichte des Fernverkehrs: Über 300 Millionen Franken investiert die SBB in die Erneuerung der 341 Wagen, welche zusammen mit den Re460-Lokomotiven das Rückgrat des Schweizer Fernverkehrs sind. Die Kunden profitieren mehrfach: Mit der Modernisierung wird das Innendesign der Fahrzeuge heller, ein neues LED-Beleuchtungskonzept spart Energie und sorgt mit indirekter Beleuchtung für ein freundliches, einladendes Ambiente. Alle Wagen erhalten neue Sitzpolster und neue Teppiche. Die Steckdosen werden direkt in die neuen Abteiltische integriert, die Business-Zone wird mit einem Office-Bereich erweitert und mit induktiven Ladeflächen zum Laden von Smartphones ausgestattet. Verbessert wird auch der Mobilfunkempfang dank mobilfunkdurchlässigen Fensterscheiben, die in dieser Grössenordnung erstmals zum Einsatz kommen und für künftige Mobilfunkgenerationen wie 5G bereit sind. Die Speisewagen der IC2000-Flotte werden umgestaltet und erscheinen in einem hellen, modernen Ambiente, sie werden zudem mit neuen Tischen und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Schliesslich erhalten die WC-Kabinen der Familienwagen Wickeltische. Bereits vor der Modernisierung wurde die Anzahl Veloabstellplätze in allen 40 Wagen von 200 auf 360 erhöht.

Auch in die Sicherheit wird weiter investiert: Zusätzliche Sicherheitselemente wie Fahrgastsprechstellen und Branderkennungsanlagen werden neu in den Wagen angebracht. Zentral bei der Modernisierung der Fahrzeuge sind zudem die umfassenden technischen Revisionen und die frische Aussenlackierung der Wagenkasten in den SBB-Farben – mit dieser wird das Erscheinungsbild an die neueren Züge angeglichen.

Gleichzeitiges Arbeiten an 14 Wagen.

Die Arbeiten an der IC2000-Flotte sind mit grossem Aufwand verbunden: Zwischen 2019 und 2024 werden über 120 SBB-Spezialisten täglich im Einsatz sein, um die Wagen auf Vordermann zu bringen – Mechaniker, Elektriker, Bodenleger, Schreiner, Schlosser, Maler, Logistiker, Arbeitsvorbereiter und Techniker. Die Modernisierung eines Wagens dauert 8 Wochen, jeden dritten Arbeitstag wird ein Fahrzeug fertiggestellt. Im Werk Olten wird jeweils an 14 Wagen gleichzeitig gearbeitet, dies entspricht etwas mehr als einer Komposition in gewohnter Zusammenstellung. Insgesamt werden über 32 000 Sitze neu gepolstert, 40 Kilometer Teppich verlegt und über 120 Tonnen Farbe aufgetragen. Nach der Erneuerung werden die Fahrzeuge bereit sein, weitere 20 Jahre zuverlässig auf den Schweizer Schienen zu verkehren. Nach der Prototyp-Phase ist der Start der Serienproduktion ab Ende 2019 vorgesehen. Der erste modernisierte IC2000-Zug wird voraussichtlich im Herbst 2019 eingesetzt. Neben den neuen Fernverkehrs-Doppelstockzügen ist die IC2000-Flotte mit ihrer Kapazitätsstärke auch künftig ein zentraler Bestandteil der SBB-Fernverkehrsflotte im Intercity- und Interregio-Verkehr.

Gemäss SBB-Flottenstrategie werden Fahrzeuge ca. in der Hälfte einer 40-jährigen Lebensdauer umfassend modernisiert, sodass sie weitere 20 Jahre zuverlässig verkehren können.

Hinweis an Medienschaffende: Bilder und Videos sind online auf www.sbb.ch/mediacorner verfügbar.

SBB-Fernverkehr in neuem Gesamtbild.

Per 2024 sind alle Fernverkehr-Züge der SBB in einem modernen Gesamtbild und mit einem einheitlichen Einsatzkonzept unterwegs. Zentral dabei sind die vollständige Klimatisierung, die 2/1-Bestuhlung in 1. Klasse-Wagen sowie Steckdosen in 1. und 2. Klasse und Zugang mit Niederflureinstieg. In allen Intercity-Zügen wird zudem ein Speisewagen mitgeführt. 

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