Mehr als Qualität.
Über
750 000 Artikel
umfasst das Food- und Non-Food-Sortiment der 72 Manor Warenhäuser. Die 6500 Lieferanten sind rund um
den Globus verteilt. Eine moderne und leistungsstarke Supply Chain stellt den Sortimentswechsel sicher
und garantiert die Verfügbarkeit der Artikel an der Kasse. Mit dem Markenversprechen
«donnons du style à la vie» setzt Manor auf Lifestyle; neue Massstäbe setzt die Warenhauskette mit ihrer
Logistik. Ihre «Operational Excellence» reicht über die gesamte Wertschöpfungskette und bezieht Arbeitsbedingungen
und Umwelt mit ein. Das Ganze im Blick. Oberstes
Ziel sind effiziente und effektive Abläufe. «Eine Profitabilitätssteigerung über alle Stufen der Supply
Chain hinweg ist aber nur möglich, wenn wir die Gesamtzusammenhänge genau kennen», erklärt Rainer Deutschmann,
Direktor Supply Chain bei Manor und Mitglied der Geschäftsleitung. Grosse
Einsparungen. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, müssten alle Prozesse optimiert
werden. Dafür sei es unabdingbar, die Spitzenwerte zu kennen. Manor verfügt über ein computergestütztes
Simulationssystem, das die gesamte Wertschöpfungskette modelliert und so Transparenz schafft und das
Bewusstsein für die Zusammenhänge fördert. So ist das Unternehmen in der Lage, die Supply Chain zu optimieren
und Millionen einzusparen. «Mit der Simulationssoftware können wir die Parameter
Lieferrhythmen, Warenflusskonstellationen, Sortimentsgrössen und so weiter verändern. Eine Grafik stellt
den Einfluss auf die Gesamtwirtschaftlichkeit dar», erklärt Deutschmann. «Zusätzlich erhalten wir detaillierte
Angaben, wie sich Szenarien auf Umsätze, Transportkosten, Rabatte und weitere Faktoren auswirken.» Plattformlogistik
erhöhen. Mehrere Projekte sind eingeleitet oder bereits umgesetzt. So konnten die
jährlichen Lieferkosten bei gleicher Servicequalität dank einem verbesserten Lieferrhythmus um 1 Million
Franken reduziert werden. «In Zukunft werden wir wo möglich die Schiene als Transportweg nutzen und
damit den CO2-Ausstoss in der eigenen Logistik weiter verringern», sagt Christian Zurflüh, Leiter Transporte
Schweiz bei Manor. Via Verteilzentrale Hochdorf im Kanton Luzern erfolgt ein Drittel des Warenausgangs
mit der Bahn. Zurzeit prüft man, zusätzliche Relationen auf die Bahn umzulegen. Im Gespräch sind Appenzell,
Monthey (Wallis) sowie Heerbrugg, Haag und Sargans (alle im Kanton St. Gallen). «Derzeit
optimieren wir den Warenfluss zwischen den Lieferanten, den Verteilzentralen und den Warenhäusern. Dabei
liegt der Fokus auf der Plattformlogistik, um die Direktlieferungen und den Warenbestand in den Verteilzentren
zu reduzieren. Davon erwarten wir, wiederum einige Millionen Franken zu sparen», erklärt Oliver Koch,
Direktor der Verteilzentrale Hochdorf. «Ständig besser werden» ist das Motto, nach dem Manor sein Markenversprechen
«donnons du style à la vie» einhalten will.
*Joachim Heldt ist Chefredaktor
des Fachmagazins «GS1 network».

Manor. Manor
ist die grösste und erfolgreichste Warenhausgruppe der Schweiz. Zum Unternehmen gehören die 72 Manor-Warenhäuser
mit 11 500 Mitarbeitern, die Sportartikel-Kette Athleticum sowie die Schweizer FLY-Möbelgeschäfte. Die
Manor-Gruppe ist im Besitz der Maus Frères Holding mit Sitz in Genf und erwirtschaftete im Jahr 2008
einen Umsatz von 3330 Millionen Franken. Mit einem geschätzten Marktanteil von 58 Prozent belegt Manor
die Leaderposition im Warenhaussektor. |