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Referenzprojekt Gotthard-Basistunnel

Kieszug Gotthard Basistunnel

Sechs Millionen Tonnen Aushub aus dem Gotthard befördert

Seit zehn Jahren transportieren SBB Cargo und das Recyclingunternehmen Agir AG für die Alptransit das Ausbruchmaterial aus dem Gotthardtunnel. Bis zum historischen Durchstich des Gotthardbasistunnels am 15. Oktober 2010 fast sechs Millionen Tonnen.

Gemeinschaftswerk seit 2002
Im Jahre 1999 hat die Alp Transit Gotthard (ATG) die Aushub-Transporte ausgeschrieben. Zusammen mit der Agir AG bewarb sich SBB Cargo um diesen Auftrag. Dafür gründeten die beiden Firmen die ARGE Ökotrans. Mit dem Zuschlag haben sie beachtliche Transporte gemeistert:

  • 1,1 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial nach Affoltern am Albis, wo Agir das Material zur Betonproduktion verwendet oder anderweitig verarbeitet.
  • 2,5 Millionen Tonnen nach Flüelen, wo eine neue, attraktive Naherholungszone mit künstlichen Inseln im Urnersee geschaffen wird – mit 2400 Zügen von Erstfeld nach Flüelen. Jeder Zug setzte sich aus durchschnittlich 18 Wagen zusammen und führte 1000 Tonnen Schüttmaterial mit sich.
  • Zudem wird wöchentlich ein Ganzzug mit Schlamm, der beim Waschen des Kieses entsteht, nach Gettnau LU zur Entsorgung gefahren.
  • Zurzeit finden vor allem Kiestransporte zwischen Amsteg und Erstfeld statt.

Fünfmal die Cheops-Pyramide
Insgesamt hat die ARGE Ökotrans aus dem Herzstück der Neat, dem 57 Kilometer langen Gotthardtunnel, 24,7 Millionen Tonnen oder 13,3 Millionen Kubikmeter Gestein herausgebrochen. Aufgetürmt ergäbe dies ein Haufen, in dem die ägyptische Cheops-Pyramide fünfmal Platz fände. Wäre der Aushub auf einmal in einen Güterzug verladen worden, hätte dieser eine Länge von Basel bis New York City.

Rund ein Fünftel des herausgebrochenen Gesteins wurde zu Beton verarbeitet und direkt wieder im Tunnel verbaut. Ein zweites Fünftel wird zur Aufschüttung der Bahndämme verwendet. Feinstteile werden zu Ziegeln verarbeitet. Der Rest wird an Dritte vergeben, wie zum Beispiel der Kies für die Inseln im Urnersee.

Zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk
Hart an die Kapazitätsgrenze kam die ARGE Ökotrans nach 2003, als die Tunnelbauer sämtliche Rekorde im Tunnelvortrieb zu brechen schienen. Entweder lieferten sie kaum Material oder dann gleich ein Mehrfaches von der geplanten Menge. Damit die Gotthard-Fräsen nie warten mussten, haben die Disponenten die Umlaufpläne laufend der Situation angepasst und die letzten Reserven aus den vorhandenen Trassenkapazitäten gepresst. «Im Winter musste Ökotrans oft an die Grenzen gehen, um auch bei Minusgraden noch Material abführen zu können», erklärt Projektleiter Erich Hess von SBB Cargo. SBB Cargo wird noch bis im Oktober 2011 Transporte für die ATG durchführen und dabei weitere rund 80 000 Tonnen Material befördern.

KLIPP & KLAR 
AUSGANGSBAHNHOFErstfeld und Amsteg
BESTIMMUNGSORTErstfeld, Flüelen, Affoltern am Albis, Gettnau
DISTANZ4 bis 98 km
TRANSPORTGUTTunnel-Ausbruch-Material
WAGENAushubkippwagen Typ Fans-u & Kieswagen Typ Fac
EMPFÄNGERARGE Uristei, ARGE AMA, Agir AG und Makies AG
  

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